Unsere Fachbereiche
Von moderner Milchviehhaltung über Acker- und Grünlandbewirtschaftung bis zur Landschaftspflege: Unsere Fachbereiche stehen für nachhaltige Landwirtschaft, regionale Verantwortung und zukunftsorientiertes Arbeiten.
Pflanzenbau
Die Betriebe im Unternehmensverbund bewirtschaften Flächen in der Vorgebirgsregion des Thüringer Waldes. Dieses Gebiet zeichnet sich durch einen hohen Grünlandanteil aus, welcher meist in Hanglagen zu finden ist. Der Höhenlagenkontrast liegt zwischen 200 – 800 m / NN, was für die Landwirtschaft eine große Herausforderung und gezieltes Management bedeutet.
Ein besonderes Augenmerk besitzt dabei die Grünfutterernte, um die Produktion von qualitativ wertvollem Futter für unsere Rinder (insb. Milchkühe) sicherzustellen. Darüber hinaus unterstützen wir aktiv die Biodiversität mit einer vielfältigen Fruchtfolge, in der wir Weizen, Gerste, Triticale, Mais, Leguminosen in Form von Luzerne und Klee sowie Raps anbauen. Letzterer wird in der eigens anteiligen BKK Bio-Diesel GmbH in Schwarza regional zu hochwertigem Rapsöl verarbeitet.
Übersicht Ackerbau:
- 520 ha Winterweizen
- 300 ha Wintergerste
- 120 ha Sommergerste
- 100 ha Triticale
- 50 ha Hafer
- 300 ha Silomais
- 350 ha Raps
- 150 ha Feldgras
- 300 ha Leguminosen (Klee & Luzerne)
Tierhaltung – naturnah & tierwohlorientiert
Milchproduktion
Eine sachgerechte Bewirtschaftung unter den gegebenen Standortbedingungen wäre ohne Tierhaltung nicht denkbar. Als Wiederkäuer ist die Kuh in der Lage das saftige Gras von unserem Grünland in Milch zu veredeln, welche für uns Menschen wichtige Nährstoffe bei der Ernährung liefert. Wir legen großen Wert auf Tierwohl und Tiergesundheit, was sich auch an den guten Leistungen der Tiere widerspiegelt. Unsere 1.200 Milchkühe geben am Tag etwa 35.000 Liter Milch, welche wir nach Coburg an die Milchwerke Oberfranken West eG abliefern und dort vorwiegend zu Käse verarbeitet wird.
Die Milchproduktion ist ein komplexer Prozess und erfordert viel Wissen im Umgang mit den Tieren. So haben wir schon früh im Jahr 2011 in hochmoderne Melkroboter investiert, die den Kühen den selbstständigen Gang zum Melken zu beliebiger Tageszeit ermöglichen.
Artgerechte Tierhaltung besitzt für uns einen hohen Stellenwert, deshalb ermöglichen wir unseren Trockenstehern einen ganzjährigen freien Zugang auf die Weide.
Übersicht Milchproduktion:
- 1.200 Milchkühe
- > 35.000 Liter Milch pro Tag
- 20 hochmoderne Melkroboter
- freier Weidezugang für Trockensteher und Jungrinder
Mutterkuhhaltung
Unsere 600 Mutterkühe verbringen das ganze Jahr über so viel Zeit wie möglich auf der Weide. Nur in den Wintermonaten, wenn die Witterung es erfordert, stehen sie in geräumigen, tiergerechten Ställen.
Die extensive Weidehaltung ermöglicht unseren Mutterkühen ein ruhiges, artgerechtes Leben im Herdenverband. Frische Luft, viel Bewegungsraum und natürliche Futtergrundlagen bilden die Basis für robuste, gesunde Tiere.
Durch die regelmäßige Beweidung leisten unsere Mutterkühe einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft. Offenlandflächen bleiben erhalten, der Bewuchs wird kontrolliert und wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten bleiben bestehen.
Am Ende dieser nachhaltigen Form der Tierhaltung steht ein hochwertiges, regionales Fleischprodukt, das für verantwortungsvolle Landwirtschaft und bewusste Ernährung steht.
Übersicht Mutterkühe:
- 600 Mutterkühe
- ganzjährige extensive Weidehaltung
- Beitrag zur Landschaftspflege und Erhaltung der Kulturlandschaft
- im Winter in geräumigen, tiergerechten Ställen
Energiewirtschaft
Biogasanlage:
Durch unsere Biogasanlage am Standort Königsee sind wir in der Lage, grundlastfähigen Strom rund um die Uhr in das Energienetz einzuspeisen. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft wird dabei überwiegend anfallende Gülle und Mist von unseren Tieren in einen anaeroben Fermentationsprozess versetzt. Mit dem daraus entstehenden Biogas werden in drei BHKWs Strom und Wärme erzeugt. Die geruchsneutralen Gärreste werden dann schließlich auf unseren Feldern als wertvoller Wirtschaftsdünger ausgebracht. Mit der entstehenden Abwärme werden durch eine Nahwärmeleitung zwei Schulen sowie eine Turnhalle beheizt.
Leistungsdaten und Entwicklungsverlauf
- 2007: Inbetriebnahme 1. BHKW mit 252 kW
- 2008: Inbetriebnahme Nahwärmetrasse
- 2009: Inbetriebnahme 2. BHKW mit 255 kW
- 2020: Installierung 3. BHKW mit 530 kW (Flexibilisierung)
- Spitzenleistung: 1.037 kW
Photovoltaikanlagen:
Wir setzen auf erneuerbare Energie und engagieren uns für eine umweltfreundliche Zukunft. Unsere eigene PV-Anlage in Herschdorf wurde im Jahr 2011 mit einer Leistung von 195 kW installiert und im Jahr 2019 auf 247 kW erweitert. Diese Anlage speist überschüssigen Strom ins Energienetz ein, wodurch wir aktiv zur Energiewende beitragen.
An unserem Hauptstandort in Königsee setzen wir ebenfalls auf die Energie der Sonne. Hier konnten wir eine PV-Anlage im Jahr 2025 mit einer Leistung von 570 kW in Betrieb nehmen. Diese Anlage dient hauptsächlich der Eigenstromversorgung, um unseren Energieverbrauch nachhaltiger und wirtschaftlicher zu gestalten.
Zusätzlich stellen wir an fast allen Standorten Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung, insgesamt auf etwa 28.350 m² – das entspricht fast drei Hektar. Damit ermöglichen wir weiteren Partnern, sauberen Solarstrom zu produzieren und gemeinsam an einer umweltverträglichen Energiezukunft zu arbeiten.
- eigene PV-Anlage Herschdorf (2011): 195 kW
- eigene PV-Anlage Königsee (2025): 570 kW
- vermietete Dachflächen für PV insgesamt: 28.350 ㎡
Hackschnitzelheizung
Durch eine 200 kW Hackschnitzelheizung können wir unseren gesamten Ferienhof Domäne Groschwitz zuverlässig und umweltfreundlich heizen. Dazu nutzen wir das Restholz aus unserem Eigenwald in unmittelbarer Umgebung.
Landschaftspflege
Landwirtschaft im Einklang mit der Natur
- Im Mittelpunkt stehen dabei:
- der Erhalt der artenreichen Kulturlandschaft,
- der verantwortungsvolle Umgang mit Boden, Wasser und Klima,
- sowie eine bewusste und regionale Landwirtschaft, die Mensch, Tier und Natur in Einklang bringt.
- Schwerpunkte unserer Arbeit sind hierbei:
- extensive Mutterkuhhaltung – unsere Rinder verbringen die Weidesaison auf artenreichen Grünlandflächen
- Futtergewinnung in Form von Heu und Silage – Ernte in traditioneller und schonender Weise
- durch gezieltes Mulchen halten wir Flächen offen, fördern die Artenvielfalt und bewahren den charakteristischen Landschaftsraum des Thüringer Waldes
Als aktiver Partner im Biosphärenreservat leisten wir einen Beitrag zur ökologischen Vielfalt und fördern eine zukunftsfähige, lebenswerte Region – für heutige und kommende Generationen.